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Beim EBEL Winter Classic 2015 presented by Kärntner Sparkasse kommt es am 3. Januar 2015 zum traditionsreichsten und prestigeträchtigsten Duell im österreichischen Eishockey. Im Wörtherseestadion treffen sich mit dem EC-KAC und dem EC VSV zwei Vereine, die sich seit 1977 durchgehend in der höchsten Liga des Landes matchen. Die ewigen Lokalrivalen, deren Heimstätten keine 40 Kilometer Luftlinie trennen, trafen bisher in nicht weniger als 305 Bewerbsspielen aufeinander.

EC-KAC / Messeplatz 3, 9020 Klagenfurt
Österreichische Meistertitel: 30 (zuletzt 2013)
Trainer: Doug Mason (Co-Trainer: Jarmo Myllys)
Kapitän: Johannes Reichel (Assistenten: Thomas Hundertpfund, Jean-François Jacques)
Homepage: kac.at

Der EC-KAC ist der traditionsreichste Eishockeyverein Österreichs, der im Laufe seiner langen Vereinsgeschichte bereits 30 Mal den nationalen Meistertitel erringen konnte. Im 1909 gegründeten Verein wird seit 1923 Eishockey gespielt, 1934 konnte sich der in der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt beheimatete Klub zum ersten österreichischen Champion küren, der nicht aus Wien kam.

In den folgenden Jahrzehnten prägten die „Rotjacken“ das nationale Eishockeygeschehen wie kaum ein anderer Verein. Bis heute bespielt der KAC die 1959 eröffnete Stadthalle am Messegelände, in der er in den 17 Jahren zwischen 1964 und 1980 nicht weniger als 15 Meistertitel gewinnen konnte und 1969 auch im Finale des Europacups (gegen CSKA Moskau) spielte. Als prägender Spieler dieser Generation gilt Josef „Sepp“ Puschnig, der bis heute der einzige österreichische Spieler ist, der in die Hockey Hall of Fame der IIHF in Toronto aufgenommen wurde.

Sein letztes Championat gewann der EC-KAC im Jahr 2013, als das Team auf einen durchwachsenen Grunddurchgang starke Play-Offs folgen ließ. In der Folgesaison fanden die „Rotjacken“ jedoch nie richtig zu ihrer Form und verpassten damit als erster Titelverteidiger in der Geschichte des österreichischen Eishockeys die Qualifikation für die KO-Runde.

Dieser sportliche Rückschlag führte im Sommer 2014 zu einem strukturellen und personellen Umbau des Klubs, sowohl im Vereinsvorstand, als auch im Management und in der Nachwuchsabteilung. Letztere war über Jahrzehnte als eine der größten Talenteschmieden im österreichischen Eishockey bekannt, konnte in der jüngeren Vergangenheit jedoch kaum noch Spieler von herausragender Qualität formen.

Den Start in die EBEL-Saison 2014/15 verpatzte der EC-KAC, nach einem 0:9-Debakel gegen Linz am vierten Spieltag, der höchsten Heimniederlage der Vereinsgeschichte, wurde das erst im Sommer eingesetzte Trainerteam vom Dienst freigestellt. Als neuer Coach wurde der Kanadier Doug Mason verpflichtet, auch an der Zusammenstellung der Mannschaft wurden einige Veränderungen vorgenommen. Damit konnte die sportliche Situation wieder stabilisiert werden und auch wenn Rot-Weiß spielerisch noch deutlich vom Glanz vergangener Tage entfernt ist, so besteht doch die Hoffnung, dass sich der Misserfolg des Vorjahres nicht wiederholen wird.

Dem EC VSV unterlag der KAC in beiden Begegnungen der bisherigen Saison, auch im bisher einzigen Duell der beiden Traditionsklubs unter freiem Himmel (2010) zogen die „Rotjacken“ den Kürzeren. Dementsprechend motiviert, Wiedergutmachung zu betreiben, darf man den KAC im großen EBEL Winter Classic 2015 am 3. Januar 2015 im Wörtherseestadion erwarten. (Hannes Biedermann)

 

EC VSV / Tirolerstraße 47, 9500 Villach
Österreichische Meistertitel: 6 (zuletzt 2006)
Trainer: Hannu Järvenpää (Co-Trainer: Markus Peintner)
Kapitän: Gerhard Unterluggauer (Assistenten: Cole Jarrett, Mario Altmann)
Homepage: ecvsv.at

Der 1923 gegründete EC VSV spielt seit dem Bundesligaaufstieg im Jahre 1977 ununterbro-chen in der höchsten Spielklasse Österreichs. Die “Villacher Adler” sind damit, nach dem Lokalrivalen Klagenfurt, der zweitälteste Teilnehmer im Bewerb. Die Draustädter zeichnen sich vor allem durch die vorbildhafte Nachwuchsarbeit und den Einsatz von zahlreichen Villacher Spielern in der Kampfmannschaft des EC VSV aus. Petrik, Raffl, Mion, Hohenber-ger, Kromp und Lanzinger sind nur einige der Namen, die in den letzten Jahrzehnten die Eis-hockeygeschichte in Villach prägten.

Bisher konnte der EC VSV sechs Mal den Österreichischen Meistertitel an die Drau holen. Das erfolgreichste Jahrzehnt der Blau-Weißen waren die 1990er-Jahre, in denen die Adler drei Titel gewannen und drei weitere Male im Finale standen. Den letzten Meisterpokal holte Villach im Jahr 2005/06 unter dem damaligen Headcoach Greg Holst. Nach einigen durchschnittlichen Jahren ging es mit der Verpflichtung von Head Coach Hannu Järvenpää im Sommer 2012 wieder steil bergauf.

Unter dem finnischen Trainer konnte der EC VSV in den beiden letzten Jahren modernes und erfolgreiches Hockey zeigen. Nach einem knappen Viertelfinal-Aus in der Saison 2012/13 erreichte Villach im Vorjahr das Halbfinale, in welchem man sich in einer engen und hart um-kämpften Serie dem späteren EBEL-Champion HCB Südtirol geschlagen geben musste.

Aufgrund des sportlichen Erfolgs in der Saison 2013/14 qualifizierte sich der VSV für die erste Saison der neu gegründeten Champions Hockey League. Villach beendete die Vorrunde mit zwei Siegen aus sechs Spielen auf dem dritten Tabellenrang. In der Erste Bank Eishockey Liga verlief der Saisonstart nicht nach Wunsch. Nach dem durchwachsenen Saisonstart reagierte das Management des EC VSV und verpflichtete mit Jason Krog und Darren Haydar zwei routinierte Neuzugänge.

In den letzten Wochen stabilisierten sich die Leistungen der Adler. Der Auswärtssieg im zweiten Saisonderby gegen den EC KAC fungierte als eine Art Initialzündung, denn nach dem Overtimeerfolg in Klagenfurt gewannen die Villacher fünf der nächsten sechs Spiele, knapp vor Weihnachten schafften sie den Sprung in die obere Tabellenhälfte.

Am 3. Januar erwartet den EC VSV das nächste Saisonhighlight: Im EBEL Winter Classic 2015 treffen die Mannen von Hannu Järvenpää und Markus Peintner in Klagenfurt auf den EC-KAC. Mit drei aufeinanderfolgenden Derbysiegen im Gepäck wollen die Blau-Weißen auch vor 30.000 Zusehern siegen und damit nach 2010 auch das zweite Duell mit dem KAC unter freiem Himmel für sich entscheiden. (Sandra Kreiner)

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